Wir sind noch einmal an den Canal du Midi zurückgekehrt und haben bei Camping-Car Park einen schönen Platz gefunden, der – wie es in der Beschreibung steht – direkt am Kanal liegt. Leider trennt uns ein Zaun und um wirklich an den Kanal zu gelangen, müssen wir einen guten Kilometer durch den Ort kurven. Aber die Stellplätze sind schön, mit Hecken abgeteilt und von großen Bäumen beschattet, auch ins Zentrum ist es nicht weit und so bleiben wir. Tatsächlich haben wir hier die ersten Nächte, die so lau sind, dass wir richtig lange vor dem Wohnmobil sitzen mögen:

Das Städtchen ist hübsch:














Am nächsten Tag machen wir eine Radtour entlang des Kanals, der sich in Castelnaudary zum ‚Grand Bassin‘ weitet:









Ich hatte schon manches Mal gedacht, so eine Fahrt mit dem Hausboot über die französischen Kanäle könnte mich auch reizen … aber den Canal du Midi würde ich ziemlich sicher meiden: Die Schleusen liegen zumindest auf diesem Abschnitt sehr nah beieinander, manchmal nur wenige hundert Meter und bestehen teilweise sogar aus mehreren Becken, die nacheinander durchfahren werden müssen. Das können doch eigentlich nur wahre Fans des Schleusens genießen …
Ein Ziel unserer Radtour ist die Abtei Saint Papoul, die wir leider nicht besichtigen können, da eine Beerdigung stattfindet und die Öffentlichkeit so lange keinen Zugang hat:



Castelnaudary bezeichnet sich als die Hauptstadt des Cassoulet, eines deftigen Bohneneintopfs. Während ihn manche Quellen als Winteressen bezeichnen, wollen andere wissen, dass es zur Erntezeit auf den Tisch kam, um die Erntehelfer bei Kräften zu halten. Dass müssen wir natürlich probieren und genießen es bei einem Abendessen am Kanal und in Gesellschaft eines sehr netten Ehepaars aus Trier, die den Kanal mit den Rädern entlangfahren.