Wir wollen unbedingt noch mehr von dieser sensationellen Küstenlandschaft sehen und wechseln daher auf den Campingplatz Monte Carvalhal da Rossa gute 50 km weiter südlich. Er liegt zwar nah zum Meer und zur Rota Vicentina aber etliche Kilometer vom nächsten Ort entfernt. Vermutlich erklärt das, dass jetzt in der Vorsaison nur wenige Camper dort sind:

Da die Fahrt nicht lang war, ist noch viel vom Tag übrig und wir entscheiden uns für einen Weg in Richtung Süden. Die Küste ist hier noch viel spektakulärer:




Hier ist es vorbei mit komfortablen Treppen hinunter in die Buchten. Dennoch sieht man in vielen davon Menschen, teils sogar mit Sonnenschim und Strandstühlen. Um den Weg dorthin zu finden, wartet man am besten, bis ein Ortskundiger hinauf oder herunter geht.
Apropos Weg: Auch hier gibt es wieder Süßwasserläufe in die Buchten und einer, der über etliche Meter den gesamten Wanderweg einnimmt, lässt uns umkehren:

Aber auch die andere Richtung ist fantastisch:



Sowohl Spuren menschlicher als auch tierischer Besiedlung finden wir:


Unser Wanderweg führt eine ganze Weile an einem hohen Metallzaun vorbei, der von innen zusätzlich mit Strom gesichert ist. Zunächst ist nichts zu sehen, was das erklären könnte und wir müssen beide an Jurrasic Park denken. Aber glücklicherweise ist es doch harmloser:




Am Montag gehen wir in nördlicher Richtung los, der Weg führt teils direkt an der Steilküste entlang, hat aber auch waldige Passagen:




Die Vegetation lässt mich auch hier wieder schwärmen. Etliche Pflanzen kennen wir schon aber manches scheint neu hinzugekommen zu sein:










Die Früchte des Strauchs auf dem letzten Foto sind kugelig, wenn sie noch klein sind und werden mit dem Wachstum immer knubbeliger. Ich konnte leider nicht rausfinden, worum es sich dabei handelt. Falls es einer von euch weiß, gerne Info an mich 😀.
Aber zurück zur Küste und den atemberaubenden Buchten und Felsen:









Ein Wasserlauf, den wir zuvor überquert haben, bildet einen sehenswerten Wasserfall:


Als wir am Abend unsere weitere Route planen wollen, stellen wir fest, dass das Aprilwetter zurückkehren wird: Sturmböen, sinkende Temperaturen und Gewitter prägen die nächsten Tage überall hier im Südwesten Europas. Ich lege Wert auf die Feststellung, dass es Udo ist, der vorschlägt, den Heimweg anzutreten, weil er keinen Bock auf weitere Tage mit solchem Wetter hat. Aber wer mich kennt, kann sich denken, dass es mir genauso geht.
Und so heben wir uns die Algarve für unseren nächsten Besuch dieses wunderschönen Landes auf.