Wir wollen es noch einmal mit einem Agricamper versuchen und nur wenige Kilometer abseits unserer Strecke Richtung Norden finden wir in der südlichen Toskana die Trattoria Vallerana. Die Beschreibung klingt sehr gut und die Aussicht auf ein leckeres Abendessen ist ganz in unserem Sinne.

Kurz vor dem Ziel bemerken wir Hinweise auf den Giardino dei Tarocchi, ein von Niki de Saint Phalle gestaltetes Freilichtmuseum. Wir denken darüber nach, es am nächsten Morgen zu besuchen aber leider öffnen sie erst um 14:30 Uhr – um die Zeit sind wir schon etliche Kilometer weiter. Daher gibt es jetzt hier nur ein paar Screenshots von dem, was wir verpasst haben:

An der Trattoria bekommen wir einen Stellplatz im Garten, der eine künstlerisch gestaltende Hand erkennen lässt:

An einer Wand entdecken wir eine lyrische Liebeserklärung an diesen Flecken Erde:

Nicht nur aber auch dadurch motiviert starten wir zu einem schönen, langen Spaziergang:

Die Trattoria, die bereits seit 1957 existiert, macht von außen den Eindruck, als habe sich manches seither kaum verändert und wenn es bei schönem Wetter sicher viele angenehme Plätze im Freien gibt, fragen wir uns beim Betreten doch, was uns erwartet:

Aber dann werden wir in den Gastraum geführt und angenehm überrascht:

Auch in der Toilette setzt sich der Stil fort, sowohl was die Gestaltung angeht

als auch die ungewöhnlichen Texte:

Wir essen ganz vorzüglich und es spricht Bände, dass Udo mehr von der Beilage – frittiertes Gemüse aus dem eigenen Garten  – schwärmt als von seinem gegrillten Lamm, obwohl auch das sehr gut ist. Mein absoluter Favorit sind die frittierten Salbeiblätter, von denen je zwei mit einer Paste aus Anchovis zusammengeklebt und dann gemeinsam frittiert werden. Einfach köstlich!

Beim Bezahlen lernen wir Tiziana, die Chefin, kennen und es entspannt sich ein sehr nettes Gespräch am Tresen, das Tiziana von etlichen ‚Absackern‘ aufs Haus begleiten lässt. So erfahren wir unter anderem, dass sie die Künstlerin ist, sich aber selber gar nicht als solche empfindet.

Mit dem Versprechen, ganz bestimmt noch einmal wieder zu kommen starten wir nach einer sehr ruhigen Nacht, in der wir neben einem Pärchen Waldkäuze nur den Regen hören, zu unserer nächsten Etappe.

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