Unser erster Weg in Palermo führt uns zum Palazzo Reale, dem Normannenpalast:

Er beherbergt die Capella Palatina, die in einer Kombination aus arabischen und normannischen Stilen gestaltet ist:

Neben der Kapelle können auch die königlichen Gemächer besichtigt werden, während der Rest des Gebäudes das Parlament beherbergt:

Wir stromern durch die Straßen und stoßen dabei auch auf einen Markt, auf dem es neben den üblichen Lebensmitteln auch jede Menge Streetfood gibt:

Wir können nicht widerstehen und wählen frittierte Fisch, gegrillte Artischocken, die gerade überall geerntet werden und einen Arancino – ein gefülltes und frittiertes Reisbällchen. Als wir alles verputzt haben, merken wir erst, dass wir gar kein Foto gemacht haben …

An der Piazza Bellini wecken zwei unmittelbar nebeneinander liegende Kirchen – San Cataldo und San Matorana – unsere Aufmerksamkeit:

Von Palermo aus nahm schon in den 70er Jahren eine Anti-Mafia-Bewegung ihren Anfang, zu der wir eine Ausstellung besichtigen:

Das Plakat, mit dem für die Ausstellung geworben wird, zeigt die Folgen eines Attentats, das nur wenige Meter von unserem Campingplatz entfernt verübt wurde.

Die Kathedrale von Palermo gefällt uns von außen gut … und erstaunt uns im Inneren, das irgendwie frisch modernisiert und unpassend wirkt:

Wir sind fast schon auf dem Weg zum Bahnhof als wir in eine Karfreitagsprozession geraten. Das können wir uns nicht entgehen lassen!

Es wird gemeinsam gebetet und viele kleine Kinder werden der Madonna präsentiert. Einige bleiben dabei gelassen, andere protestieren heftig.

Den nächsten Tag in Palermo beginnen wir mit einem Besuch des Hafens, wobei wir den Weg interessanter finden als den Hafen selbst:

Unter anderem sehen wir den wohl größten Gummibaum Palermos, für dessen Luftwurzeln sogar ein Stück des Bürgersteigs kurzerhand gesperrt wurde.

Durch eine offen stehende Tür kann man in eine Werkstatt blicken, in der Marionetten, die hier ‚Pupi‘ heißen,  handgefertigt werden:

Leider sind sie mit ca. 1.200 Euro viel zu teuer für ein Souvenir.

Bei einer Kunsthandwerkerin kaufe ich mir ein paar Ohrringe mit an den Stränden Siziliens von ihr selbst gesammelten, vom Meerwasser rundgeschliffenen Glasstücken. Eine schöne Erinnerung an diese Fahrt:

Unser eigentliches Ziel heute sind die Katakomben der Kapuziner, in denen Mumien, die überwiegend durch natürliche Mumifikation entstanden sind, als Erinnerung an die Sterblichkeit des Menschen aufbewahrt werden. Da aus Gründen des Respekts hier nicht fotografiert werden darf, folgen ein paar Bilder, die ich aus dem Internet genommen habe:

Da wir bis zur Abfahrt unseres Zuges noch fast eine Stunde Zeit haben, statten wir dem nahe am Bahnhof gelegen Eremiten-Kloster einen Besuch ab:

Link zur Landkarte