Eigentlich wollten wir von Lucca aus nochmal ans Meer. Oder in die Cinque Terre. Aber wir scheitern an einem Problem, von dem uns in den letzten Tagen auch schon andere Wohnmobilisten berichtet haben: Immer mehr Campingplätze haben geschlossen, da spätestens Mitte September in Italien das traditionelle Saisonende ist. Und die verbleibenden sind ausgebucht – es macht sich die stark gestiegene Anzahl an Wohnmobilen bemerkbar.
So beschließen wir, wieder in Richtung Frankreich zu fahren und für ein oder zwei weitere Übernachtungen in Italien bei Agricamper zu suchen. Für die erste Nacht fällt unsere Wahl auf die Cascina La Signorina, denn die Beschreibung verspricht wirklich alles: Bio-Anbau, Weinprobe mit lokalen Gerichten, neben Wein auch Fleisch und Gemüse im Angebot – und dazu noch eine absolut ruhige Umgebung, ebene Stellplätze, Strom und die Möglichkeit, das WC zu benutzen.
Als wir ankommen, stellt sich heraus, dass der Weg bis zum Gebäude nur geschottert aber ziemlich steil ist. Da schaffen wir es leider nicht bis ganz nach oben. Aber wir können uns an den Rand des Wäldchens stellen, das ist ja auch nicht schlecht.
Leider stellt sich aber auch heraus, dass die Eigentümer selbst nicht anwesend sind und die rumänische Angestellte offensichtlich weder Weinproben durchführt noch uns etwas anderes verkaufen kann als Wein. Und zu allem Überfluss beginnt es auch noch ergiebig zu regnen, so dass aus unserem Spaziergang leider auch nichts wird. So erstehen wir für unsere private ‚Weinprobe‘ je eine Flasche Rot-, Weiß- sowie Rosé-Wein und ziehen uns zu einem ausgiebigen Spielenachmittag und -abend in unser rollendes zu Hause zurück.
Immerhin begrüßt uns der nächste Morgen mit Sonne und wir fahren schnell weiter, als die ersten Tropfen des nächsten Schauers fallen:

