Unser nächstes Ziel soll auf jeden Fall die Möglichkeit zu schönen Wanderungen bieten. Da in den Bergen zudem die Temperaturen etwas moderater sind, suchen wir in den Abruzzen und finden oberhalb des Lago die Barrea den Campingplatz La Genziana (Enzian), der sich in mehreren Terrassen sehr natürlich in die Landschaft schmiegt:

Auf dem Weg dorthin sind wir in ein Unwetter geraten, das wir am Straßenrand stehend abgewartet haben:

Durch diese Abkühlung ist unsere erste Nacht dort oben auf gut 1.000 Metern Höhe tatsächlich so kalt, daß wir zwei Decken übereinander gelegt haben und mit Socken ins Bett gegangen sind.

Aber der nächste Tag begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein und wir entschließen uns, den Lago di Barrea einmal zu umrunden:

Wie man auf dem letzten der Bilder sieht, ist der Wasserstand im See sehr hoch. Wir dachten als Ursache natürlich an Regengüsse wie den, der am Vortag über uns niedergegangen war. Tatsächlich lag es aber daran, dass im Winter sehr viel Schnee gefallen war, dessen letzte Reste erst Anfang Juli weggeschmolzen sind.

Auf unserer Wanderung kamen wir an einem Stand von Majellando vorbei, die unterschiedlichste Aktivitäten in den Abruzzen organisieren – unter anderem Kanu-Touren auf dem Lago di Barrea. Am nächsten Tag sind noch Plätze frei und wir greifen sofort zu:

Neben dem reinen Paddelvergnügen erhalten wir auch viele Informationen über den See und seine Entstehung sowie über den Nationalpark und die dort lebenden Tiere, unter anderem 40 Braunbären. Gesehen haben wir aber leider keinen.

Am Nachmittag sehen wir uns das Städtchen an:

Dabei finden wir heraus, daß an diesem Wochenende ein Festival stattfindet, unter anderem mit Live-Jazz in den Abendstunden. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen:

Erzählen möchte ich unbedingt auch vom Vater des heutigen Campingplatz-Managers: Er hat seit seiner Kindheit den Spitznamen ‚Pasetta‚ und wird so auch als 80jähriger noch von jedem gerufen, auch wir Gäste sollen ihn so nennen. Er hat ein Buch über sein Leben geschrieben, von dem wir natürlich ein Exemplar erworben haben. So erfahren wir viel über sein wechselvolles Leben und wie es dazu kam, dass Yamaha einen Motorroller mit dem Namen Pasetta gebaut hat. Es versteht sich fast von selbst, dass er auf einem ebensolchen über den Platz kurvt, um den Gästen Tipps für Wanderungen zu geben oder einfach nur ein Schwätzchen zu halten. Ein wirklich liebenswertes Original!

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