Die italienische Variante des Landvergnügen heißt Agricamper. Dort werden wir bei der Suche nach unserem nächsten Ziel fündig: Das Weingut Corte Gardoni knapp 10 km südlich des südlichsten Zipfel des Gardasees hat einen Stellplatz für uns.
Die Anreise gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht: Weil die Nutzung der Autobahn ein großer Umweg wäre und weil Autobahn-Fahren eigentlich recht langweilig ist, wollen wir von Eupilio über kleinere Straßen dorthin fahren. Leider geraten wir in ein heftiges Unwetter und müssen umkehren, weil alle Unterführungen auf unserem Weg unter Wasser stehen. Um kurz nach fünf – anstatt wie geplant zwischen zwei und drei – sind wir aber endlich vor Ort! Unser Stellplatz liegt sehr idyllisch unter einem großen Baum und obwohl das ohne Probleme möglich wäre, brauchen wir ihn nicht mit anderen zu teilen:

Obwohl Sonntag eigentlich Ruhetag ist, bieten unsere Gastgeber uns eine Weinprobe an. Dazu können wir nicht nein sagen und entscheiden uns zum Abendessen für einen Bardolino superiore:

Der Baum an unserem Stellplatz ist von Zikaden bevölkert und ihr Gesang ist das einzige, das man nachts hier hört. So sind wir am nächsten Morgen gut ausgeruht und machen uns mit den Rädern auf den Weg, um den Ort zu erkunden.




Ganz besonders angetan hat es uns der Stadteil Borghetta (‚Dörfchen‘):






Aber das absolute Highlight ist der Parco Giardino Sigurtá! Dieser von englischen Landschaftsgärten inspirierte Park wurde neben vielen anderen Auszeichnungen zum schönsten Park Italiens gewählt und zum zweitschönsten von ganz Europa. Er ist so weitläufig, daß man mit dem Fahrrad darin herumfahren darf:













